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Kennenlernen

Verfasst: 30. Dez 2019, 11:05
von Pesche
Hallo zusammen,
bevor ich in ein Thame reinplatze möchte ich mich vorstellen:
Ich bin im fortgeschrittenen Rentenalter und will wieder an meine musikalischen Kenntnisse anknüpfen. Früher wurde ich zum Klavier geführt, was an dem Widerstand des Pubertärenden gescheitert ist. Aber davon zehre ich heute noch. Nach einigen Versuchen mit Akkordeon bin ich vor ein paar Jahren auf die Concertina gestossen. Ich habe vor etwa 3 Jahren mit einer Elise begonnen und spiele seit einem Jahr eine Stagi Hayden Duet. Irgendwie ist mir das Instrument zu statisch. Versuchsweise hatte ich vor ein paar Wochen eine Anglo in den Fingern - und damit war´s das mit der Duet. Ich bin dabei, auf eine 3-reihige Anglo zu wechseln. Ich weiss, dass das eine Herausforderung ist, aber es reizt mich.
Ich hoffe, hier einige Ansprechpartner für meine ersten Gehversuche zu finden.

Schauen wir mal! ;)

Re: Kennenlernen

Verfasst: 3. Jan 2020, 11:17
von Sebastian
Moin!

Wie du siehst, ist das Forum hier, ich will mal so sagen, sehr ruhig. Es sind zwar ein paar Leute angemeldet, die Anglo-German Concertinas spielen, aber die schauen eher selten hier vorbei.

Ich selbst spiele deine Konzertinamodelle leider nicht (weil sie mir zu teuer sind und weil mir der Klang der einchörigen Instrumente nicht so dolle zusagt), kann deshalb nicht viel dazu sagen. Ich weiß nicht, ob man die Spieltechnik der zweireihigen Konzertina so ohne Weiteres auf die Anglo-German Concertinas übertragen kann. Die "Iren" spielen die ja mit einer eigenwilligen Technik, die sich so nicht auf die zweireihigen Kisten übertragen lässt. Die "englische" Spieltechnik ist da eher vergleichbar.

Du sagst, dir sei die Hayden Duet zu statisch. Vielleicht liegt das nur an dem mauen Stagiinstrument? Welche Anglo-German Concertina hast du denn?

Willst du nur Melodien dudeln, oder soll's 'n bisschen mehr sein (Akkordbegleitung oder gar echte Mehrstimmigkeit)? Auf YouTube hast du dich ja schon umgetan. War da keine Musik dabei, die du als Vorbild erst mal nachspielen willst?

Re: Kennenlernen

Verfasst: 9. Jan 2020, 20:17
von Pesche
Hallo Sebastian, ich habe unter die Hayden Duet einen Schlußstrich gezogen und bekomme am Wochenende meine neue Anglo Stagi/Baro W15. Schulhefte habe ich schon, jetzt heißt es dann nur noch üben, üben,üben... Schauen wir mal, ich habe aber einfach ein besseres Gefühl bei der Anglo.
Und hier ist es SEHR ruhig. Ich weiß nicht, ob das lange meine Diskussionsrunde ist, wenn keine Rückmeldungen kommen - ausgenommen deine ;-).

Re: Kennenlernen

Verfasst: 10. Jan 2020, 22:15
von Sebastian
Pesche hat geschrieben:
9. Jan 2020, 20:17
Ich weiß nicht, ob das lange meine Diskussionsrunde ist, wenn keine Rückmeldungen kommen - ausgenommen deine ;-).
Klar, bringt dir dann ja eh nüscht. ;)

Re: Kennenlernen

Verfasst: 20. Feb 2020, 09:33
von Nina D aus W
Lieber Pesche,

ja, ganz schön ruhig im Forum – alle scheinen feste zu üben, statt online zu sein! :)

Ich schreibe dir als Besitzerin einer Hayden Elise von Wakker und jetzt Crane Spielerin.
Ich habe nach Geige und Bratsche als Jugendliche spät auch die Akkordeons entdeckt. Ich wollte auch Stücke begleiten und endlich doch noch den Quintenzirkel lernen (wird schon).

Etwas auf Zug und Druck Verschiedenes kommt mir um keinen Preis unter die Finger. Diatonisch und Diabolisch liegt für mein Empfinden nicht von ungefähr phonetisch so nahe zusammen :lol:

Aber Knöpfe wollt ich. Und was Kleines. Ich begann mit einer Ebay-Garmoshka, hab sogar eine bauen lassen (300€), nahm mir eine gebrauchte Wiener Knopfharmonika, gab sie alle wieder her, bestellte die Stagy Hayden, schliesslich eine Wakker Elise, und spiele endlich meine Crane Duet.

Stagy und Wakker ist ein Unterschied wie Haflinger und Rassepferd.
Stagy roch bei der Ankunft übel nach Pattex und spielte sich wirklich zäh, was dem steifen Balg zuzuschreiben ist. Aber die Knöpfe waren schön breit. Und der Klang, doch, ich mochte den.
Die Wakker ist um WELTEN leichter zu spielen als die Stagy. Leichter Balk, Knöpfe easy zu drücken, schöner Klang (vielleicht bissel schnöseliger als die Stagy und ihre Altstimme).

Warum bin ich dann bloss bei der Crane gelandet… Ich hab sogar eine Zeitlang drauf gewartet aus England.
Ich glaub die Haydenknöpfe liegen halt, obwohl genial einfach zu lernendes System, nur für bestimmte Melodien gut. Ich wollte dann „mehr mit Halbtönen“, sah die Crane bei Kollegen am Ammersee, betastete sie und wollte auf einmal auch eine. Die Wakker geb ich irgendwann her, wenn sie wer will, oder auch nicht.

Ich bin bei der Crane Duet geblieben. Inzwischen spiele ich echt besser, aber dabei hab ich viel den Crane-Tipps von Rac zu verdanken, und den Musikertreffen: Ammersee und Folk Camp in Zeilitzheim.

Was ich sagen will: Ausprobieren hilft und ist erlaubt, aber Live Austausch ist das Beste.

Schöne Grüße!